Der Generationenverein
Der Triathlon Club der Region Solothurn
Willkommen beim Triathlon Club Solothurn
Nächste Termine
Aktueller Trainingsplan
Schwimmtraining
Seit Montag, 15.09.2025, finden unsere Schwimmtrainings auf der 50 m-Bahn in der Tragluftlhalle des Sportzentrums Zuchwil statt.
Montags: 19:00 bis 20:30 Uhr auf 4 Bahnen (mit Nina).
Donnerstags: 20:00 bis 21:00 Uhr auf 3 Bahnen (mit Jacky)
Details siehe Aktueller Trainingsplan.
Lauftraining
Ab Donnerstag, 18.09.2025, bietet Ralf ein geführtes Lauftraining an. Treffpunkt: Sportzentrum Zuchwil, Eingang
Donnerstags: Start 18:45 Uhr, für 45-60 Minuten
Details siehe Aktueller Trainingsplan.
Was läuft denn so … ?
Berichte
Mein Ironman 70.3 Langkawi – Ein Tag voller Hitze, Zweifel und Triumph
Mit grosser Vorfreude reisten wir nach Malaysia. Das erste Mal seit 25 Jahren wieder in
dieses Land. Schon bei der Ankunft spürten wir die Herzlichkeit, Ehrlichkeit und
Hilfsbereitschaft der Menschen von Langkawi.

Um uns an das Klima zu gewöhnen, hatten wir acht Tage vor dem Rennen eingeplant. Diese
Zeit nutzten wir auch, um die Strecken zu besichtigen:
- Schwimmen: Die 1,9 km lange Strecke liegt in einer geschützten Bucht, fast wie ein
Schwimmbad. Ungewöhnlich für uns Europäer: alle 300 Meter gab es Bojen und
Rettungsplattformen (rest pontoon), an denen man sich ausruhen konnte.

- Radfahren: Auf den ersten Blick unspektakulär, doch nach 60 km warteten drei harte
Anstiege mit 9 %, 12 % und 10 % Steigung. Für Athleten, die eher flaches Gelände
gewohnt sind, eine echte Herausforderung.

- Laufen: Vom Flughafen entlang der Küste bis nach Cenang, dann zurück zum
Flughafen und auf in die zweite Runde. Das Ziel lag mitten im Pelangi Beach Resort.

Besonders war auch die Organisation: Die beiden Wechselzonen lagen rund 10 km
auseinander. Die zweite Wechselzone befand sich in einer klimatisierten Messehalle, eine
willkommene Abkühlung.
Der Renntag
Vor dem Start
Am frühen Morgen schob sich die Sonne über die Hügel von Langkawi. Am Strand von
Pantai Kok herrschte gespannte Nervosität. Vor mir lagen 1,9 km Schwimmen, 90 km
Radfahren und 21,1 km Laufen – nüchterne Zahlen, die heute zu meiner grössten
Herausforderung wurden.
Schwimmen – 1,9 km
Das warme Meer fühlte sich fast wie eine Badewanne an. Nach hektischen ersten Zügen
fand ich meinen Rhythmus. Die vielen Bojen wiesen mir den Weg. Als ich aus dem Wasser
stieg, empfangen viele fanatische Zuschauer. Ein Blick auf die Uhr: ich lag im Plan.
Radfahren – 90 km
Die Strecke führte durch Palmenhaine, Dörfer und Reisfelder. Jubelnde Kinder winkten,
Tiere (Affen streunende Hunde und Katzen) begleiteten den Weg, eine ungewöhnliche
Zuschauerkulisse. Die Hitze und Feuchtigkeit waren gnadenlos, doch Eisbeutel und kaltes
Wasser an den Verpflegungsstationen wirkten wie kleine Wunder.
Linksverkehr bedeutete, die Verpflegung mit der linken Hand anzunehmen. Ungewohnt, aber
machbar. Kurze Abfahrten brachten erfrischenden Fahrtwind, bevor die steilen Anstiege
mich wieder forderten. In der klimatisierten Messehalle der zweiten Wechselzone dachte ich
kurz: „Hier könnte ich bleiben.“ Doch der Wille, das Ziel zu erreichen, trieb mich hinaus in die
Hitze. Wiederum ein Blick auf die Uhr, ich war 10 Minuten hinter Fahrplan.
Wichtiger als die Zeit war für mich, unfallfrei und ohne technische Mängel die Radstrecke
absolviert zu haben.
Laufen – 21,1 km
Mittagssonne, schwere Luft, jeder Schritt ein Kampf. Von Verpflegungsstation zu
Verpflegungsstation trank ich Cola, ass Bananen und kühlte mich mit Eiswasser. Die
Zuschauer waren unglaublich: Jeder Athlet wurde gefeiert, bis zum letzten Zieleinlauf.
Mit einer Gesamtzeit die 35 Minuten länger war als geplant erreichte ich müde, aber
glücklich, die Ziellinie. Der Empfang der Medaille war ein grossartiges Gefühl, doch das
eisgekühlte Finisher-Badetuch, das mir ein Helfer umlegte, übertraf alles.
Impressionen:


Mein erster Ironman
Anything is possible, dieser Leitsatz von Ironman trifft auch bei mir zu. Nie hätte ich gedacht, dass ich eine derartige Leistung erbringen könnte.
Aber wie kam es dazu?
Im Jahre 2015 hat mich Karin (meine Frau) dazu gebracht, gemeinsam mit ihr, einen Crawl Kurs im Sportzentrum Zuchwil zu besuchen. Zwei Jahre später habe ich mir mein erstes Rennrad gekauft. Dies eigentlich nur mit der Absicht, dass ich Karin bei ihren Trainings auf dem Weg zu ihrem ersten Ironman-Rennen unterstützen, respektive begleiten kann. 2018 wurde meine Triathlon Ausrüstung mit meinen ersten Laufschuhen komplettiert. Zwischenzeitlich habe ich Karin an verschiedenen Triathlons, auf verschiedenen Distanzen unterstützt und begleitet. Dabei habe ich in Locarno meinen ersten Short Triathlon absolviert und somit das erste Mal Wettkampfluft geschnuppert.
Als ich meine Frau 2019 beim IM 70.3 in Cervia, Emilia Romagna begleitet habe, war es soweit. Die Stimmung, die Landschaft und schlussendlich der Wettkampf als solches, haben mich dazu bewegt, einen IM 70.3 in Angriff zu nehmen. Und dann? Dann kam Corona! Zur damaligen Zeit etwas vom Schlimmsten. Aus heutiger Sicht bin ich der Meinung, dass es mir mit dem Ziel vor Augen und dem Fokus die Zeit für Trainings zu nutzen geholfen hat, gut durch die anspruchsvolle Zeit zu kommen.
2022 ging es wieder los mit den Wettkämpfen. Nach der Short-Distanz startete ich in Zug auf der Olympischen-Distanz, als Hauptprobe für den geplanten IM 70.3 in Emilia Romagna. Der erste IM 70.3 war ein grosses Ereignis für mich. Mein Ziel, welches ich mir für das Rennen gesetzt habe, habe ich um ein paar Minuten nicht erreicht. War mir egal! Die Emotionen, das Rennen durchgestanden zu haben, waren grösser. So gross, dass noch am gleichen Abend die Entscheidung gefallen ist, am Ironman Switzerland 2023 teilzunehmen. Und was ist das Beste, um ein gestecktes Ziel erreichen zu können? Man macht Nägel mit Köpfen! Auf der Rückreise aus Italien, haben Karin und ich, uns für den IM 2023 in Thun angemeldet.
Sommer 2023 war es dann soweit. Bei nicht einfachen Bedingungen von knapp 35 Grad, bin ich zusammen mit Karin ins Ziel gekommen. Zwar hatte ich nach dem Schwimmen und Rennrad einen beachtlichen Vorsprung auf Karin. Bei meiner schwächsten Disziplin dem Laufen, hat sie mich bei km 35 auf der Marathonstrecke eingeholt. Sie hat sich entschieden, den Rest der Stecke mit mir zu laufen, damit wir gemeinsam im Ziel ankommen. Mir kommen beim Schreiben gleich wieder die Tränen, wenn ich an den wunderschönen Moment zurückdenke, als wir gemeinsam bei meinem ersten Ironman die Ziellinie überquert haben. Herzlichen Dank an meine Frau Karin und an die Trainercrew, die mich auf dem gesamten Weg begleitet und unterstützt haben.
Manfred Howald









